Nun steht Ihre Homepage und wird veröffentlicht. Doch was
hat das für rechtliche Konsequenzen?
Rechtsberatung ist in Deutschland
leider nur Anwälten erlaubt. Daher geben wir hier nur eine Übersicht aus
Lektüre, die sich auf Rechtsvorschriften beziehen - alles ohne Gewähr auf
Richtigkeit.
Für Sie gibt es einiges zu beachten (Stichwort: Impressum).
Und natürlich dürfen Sie nicht alles veröffentlichen, was Sie möchten. Achten
Sie auch auf Copyrights und sichern Sie Ihr Gedankengut vor dem Diebstahl
anderer. Wir geben hier einige Tipps und Quellen
an.
Pflichten
Das Schwierige beim Einhalten von
Gesetzen ist, dass es in Deutschland so viele gibt, dass man davon gar nicht
alles mitbekommt. Noch gemeiner ist es, dass man öffentlich auch keine
rechtlichen Auskünfte geben darf, weil das Anwälten vorbehalten ist. Und für
gute Anwälte darf man nicht werben...
Einfacher haben es dann schon Ihre
Mitbewerber, die Ihnen etwas Böses wollen. Ist auch nur eine Kleinigkeit auf
Ihrer Website nicht regelgerecht, schon können sie Sie abmahnen. Und das kann
kosten...
Hier sind einige Hinweise, auf die Sie achten
sollten:
Impressum
Jede Website muss ein Impressum
haben. In dieses gehört Ihr voller Name, Adresse, Telefonnummer und
E-Mail-Adresse. Auf geschäftlichen Seiten gehört noch die Umsatzsteuer-ID, bzw.
Steuernummer. Um sich vor Spams zu schützen (viele Leute durchsuchen gerade
dieses Impressum nach brauchbaren Mailadressen) entwerfen Sie eine Grafik mit
den genannten Inhalten und speichern sie diese als Bild auf Ihrer
Impressum-Seite. Es gibt ein Gesetz, das exakt festlegt, bis zu welcher Höhe der
Link zum Impressum auf der Hauptseite erreichbar sein muss (deutlich sichtbar
und schnell erreichbar). Na ja, unsere Gesetzgeber haben anscheinend keine
anderen Probleme.... Bauen Sie am besten ein Menü im sichtbaren Bereich (z.B.
oben oder links) mit einem Button "Impressum".
Werbung
Sollten Sie auch nur einen Werbebanner auf
Ihrer Seite haben (übrigens im Normalfall als "Werbung" kennzeichnen) sind sie
geschäftlich tätig und müssen die Umsätze versteuern. Ein Gewerbe ist beim
Gewerbeamt anzumelden.
Links
Überprüfen Sie
regelmäßig Ihre Links. Sie sind dafür verantwortlich, wenn die verlinkte Seite
unerlaubte Inhalte anbietet. Es gibt zwar einen Richterspruch, der besagt, dass
das nicht so ist, wenn Sie extra darauf hinweisen, sich von fremden Inhalten zu
distanzieren. Doch das ist ein Trugschluss. Wenn Sie sich bewusst distanzieren
kann das andere Richter zu einem anderen Urteil bewegen, weil sie ja dann wohl
davon gewusst haben, dass es illegale Inhalte gibt. Richtersprüche sind eben
keine Gesetze. Jeder kann anders entscheiden. Verzichten Sie also lieber darauf,
z.B. auf illegale Downloadseiten, Hacker- oder nicht geschützte Sexadressen zu
verweisen.
Eigene Inhalte
Was für verlinkte Seiten
angesprochen wurde, gilt natürlich erst recht für Ihre eigenen Angebote.
Rassistische Äußerungen sind ebenso strafbar wie gewaltverherrlichende und
sexuelle (sofern sie für Jugendliche erreichbar sind). Denken Sie immer daran:
freie Meinungsäußerung gibt es in Deutschland nicht wirklich. Das gilt z.B. auch
für Aussagen zu Zeitgenossen. Verleumdung kann teuer werden, wenn sie keine
Beweise haben. Negative Aussagen zu Unternehmen kann Rufschädigung
bedeuten. Auch dürfen Sie natürlich keine fremden Texte kopieren und auf
ihrer Website nutzen (es sei denn, sie erhalten die
Erlaubnis).
Bilder
Fremde Bilder dürfen Sie nicht
nutzen (nur mit Einvernehmen des Eigentümers). Aber auch bei eigenen Fotos
müssen Sie einiges bedenken: wenn Sie eine Fanseite eines berühmten Künstlers
haben dürfen Sie nicht einfach selbst gemachte Konzertfotos veröffentlichen (vor
allem nicht, wenn Fotografieren in der Halle eh verboten war). Aber auch
scheinbar ganz private Urlaubsbilder könnten gefährlich werden. Hat derjenige,
der zufällig im Bild deutlich sichtbar neben Ihnen stand, seine Erlaubnis zur
Veröffentlichung gegeben? Staatliche Gebäude vieler Länder dürfen nicht
fotografiert und erst recht nicht online geschaltet werden. Und natürlich müssen
Sie auf den Jugendschutz
achten.
Jugendschutz
Deutschland legt sehr hohen Wert
auf den Jugendschutz. Wenn Sie Seiten für Erwachsene (z.B. erotische) haben,
dann müssen Sie diese mit einem Jugendschutzsystem schützen. Früher reichte die
Abfrage der Personalausweis-Nummer. Jetzt geht es nur noch mit einem
Post-Ident-Verfahren. Jeder Besucher muss also vorher bei der Post seine
Volljährigkeit beglaubigen.
Abgabepflicht
Relativ
neu ist die Verordnung, dass nach Büchern nun auch Websites, Scripte und
Datenbankinhalte an die Deutsche Nationalbibliothek geliefert werden
müssen.
Rechtschreibung
Es gibt zwar immer noch
Streit um die Rechtschreibreform. Doch irgendwann sollen die neuen Regeln
definitiv gelten. Doch was ist, wenn man auf seiner Website etwas nach alten
Regeln oder gar falsch schreibt??? Mich würde es nicht wundern, wenn dann
praktisch alle Webmaster verklagt
werden.....
Rechte
Wenn Sie fremde Webinhalte
nicht einfach so nutzen dürfen, können andere auch keine Inhalte Ihres
Webauftritts kopieren. Normalerweise reicht dazu ein Copyright-Hinweis. Um sich
besser zu schützen können Sie Onlinecopyright von X-Fusion nutzen. Die Firma hat
sich auf den Verkauf von Schutzsoftware gegen Urheberrechtsverletzungen im
Internet spezialisiert. Die vielgefragten Software-Produkte sprechen
insbesondere Webmaster, Webdesigner und Unternehmen an, die ihre im Internet
abrufbaren Grafiken, Bilddateien und Texte (ihr geistiges Eigentum) vor nicht
genehmigter Vervielfältigung schützen
wollen.
Fazit
Das Thema Recht sollten Sie nicht
unterschätzen. Die wirtschaftliche Situation im Lande nutzen einige Anwälte und
Unternehmen aus, um sich mit Abmahnungen und Klagen über Wasser zu halten. Es
gab schon Fälle, dass ein Mitbewerber verklagt wurde, nur weil er seinen
Vornamen im Impressum nicht ausgeschrieben hat. Fair ist das nicht - aber das
Wort scheint so langsam ohnehin aus dem deutschen Duden zu verschwinden. Anders
sieht die Sachlage aus, wenn Sie bewusst fremdes Eigentum (z.B. in Form von
MP3-Dateien Bildern) nutzen. Dann holen Sie sich den Staatsanwalt gleich selber
ins Haus. Seien Sie also vorsichtig und achten Sie auf Ihre Links, Ihr Impressum
und auf die Inhalte Ihrer Website.